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Definition Werbungskosten

Werbungskosten sind Kosten, die unmittelbar mit der beruflichen Tätigkeit zusammenhängen. Als Grundsatz kann gesagt werden, dass alle Aufwendungen, die durch das Arbeitsverhältnis veranlasst sind, abgezogen werden können, soweit sie noch nicht vom Arbeitgeber steuerfrei erstattet wurden. Schwierig ist hierbei oft die Abgrenzung zu den - steuerlich nicht abziehbaren - Kosten der privaten Lebensführung.

Werden in der Steuererklärung keine Werbungskosten eingetragen, berücksichtigt das Finanzamt einen Arbeitnehmer-Pauschbetrag in Höhe von 920,00 Euro. Das ist auch dann der Fall, wenn Werbungskosten unter diesem Betrag angefallen sind. Es kommt nicht darauf an, ob der Arbeitnehmer für das gesamte Kalenderjahr oder nur für einen Teil des Jahres Arbeitslohn bezogen hat. Bei einer Zusammenveranlagung von Ehepartnern ist der Pauschbetrag jedem Ehepartner zu gewähren, der Einnahmen aus nichtselbständiger Arbeit erhalten hat.


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Werbungskosten im Sinne des Einkommensteuergesetzes sind alle Aufwendungen zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung der Einnahmen.

Allgemeine Erläuterungen

Werbungskosten liegen begrifflich nur bei den Überschusseinkünften vor, bei denen die Einkünfte als Überschuss der Einnahmen über die Werbungskosten ermittelt werden; als Betriebsausgaben werden die Kosten bei den Gewinneinkunftsarten definiert.

Demnach entstehen Werbungskosten bei folgenden Einkunftsarten: Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit (§ 19 EStG), aus Kapitalvermögen (§ 20 EStG), aus Vermietung und Verpachtung (§ 21 EStG) und Sonstigen Einkünften (§§ 22 ff. EStG).

Zur Ermittlung der steuerlich relevanten Einkünfte sind die Werbungskosten von den Einnahmen abzuziehen, bei denen sie entstanden sind. Entscheidend dabei ist ein objektiver Zusammenhang mit der Einkunftsart und nicht etwa eine subjektive Notwendigkeit.

Liegen keine oder nur geringe Einnahmen vor (z.B. wegen Arbeitslosigkeit oder Wohnungsleerstand) so ist dennoch (mit Einschränkungen) der Abzug der Werbungskosten zulässig und auch die Entstehung von Verlusten (negative Einkünfte) denkbar. Diese Verluste sind steuermindernd mit positiven Einkünften im gleichen Jahr (vertikaler Verlustausgleich) oder in verschiedenen Jahren (Verlustvortrag und Verlustrücktrag) zu verrechnen.

Der Abzug von Werbungskosten ist keine Steuervergünstigung, sondern Merkmal des sog. objektiven Nettoprinzips, nachdem nur das verfügbare Nettoeinkommen (und nicht die Bruttogröße, die Einnahmen!) der Besteuerung unterworfen werden darf (s. auch Leistungsfähigkeitsprinzip).

Zur Vereinfachung der Steuererhebung sieht das deutsche Steuerrecht bestimmte Pauschalbeträge vor, die auch dann abgezogen werden dürfen, wenn keine Werbungskosten durch Belege nachgewiesen werden können, sog. Werbungskostenpauschbeträge.

Werbungskosten wirken sich steuerlich nur dann aus, wenn sie den Arbeitnehmerpauschbetrag von 920 € pro Jahr übersteigen. Der Arbeitnehmerpauschbetrag wird bei der Ermittlung der Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit von Amts wegen von den Einnahmen abgezogen.

Abgrenzungsprobleme

In der Theorie ist es unstrittig, dass vollständig beruflich bedingte Kosten abzugsfähig und vollständig privat bedingte Kosten nicht abzugsfähig sind. Häufig sind die Realitäten des Lebens jedoch nur bedingt in das Steuerrecht übertragbar und dies gilt vor allem für die Trennung von beruflich und privat veranlassten Aufwendungen.

Zum einen spielt die subjektive Anschauung eine erhebliche Rolle (Beispiel: Der schwarze Frack ist aus der Sicht des Kellners eine Arbeitskleidung und aus der Sicht des Theaterbesuchers eine private Abendgarderobe) und zum anderen ist immer die Vorschrift des § 12 EStG zu beachten, nach der die gemischten Aufwendungen (teils beruflich und teils privat) nicht in einen abzugsfähigen und nicht abzugsfähigen Betrag aufzuteilen sind, sondern insgesamt nicht berücksichtigt werden (Beispiel: Die bürgerliche Kleidung eines Angestellten ist, da diese auch privat getragen werden kann, den Kosten der privaten Lebensführung zuzurechnen und dies auch, wenn der Arbeitgeber das Tragen entsprechender Bekleidung vorschreibt).

Größte Abgrenzungsschwierigkeiten bilden in der Praxis das häusliche Arbeitszimmer und die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstelle: Während der Steuerpflichtige bemüht war, den legalen Spielraum auszunutzen, um mit den Werbungskosten die Steuerbelastung zu drücken, war das staatliche Interesse, die Durchsetzung von Werbungskosten nicht zu leicht zu machen. Das führte unter anderem dazu, dass es nur noch unter sehr eingeschränkten Bedingungen möglich ist, die Kosten eines häuslichen Arbeitszimmers abzusetzen, obwohl diese tatsächlich beruflich veranlasst sein können. Darüberhinaus planen manche Politiker die Abschaffung oder Einschränkung der Entfernungspauschale, aber ob die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte ausschließlich beruflich veranlasst sind, ist zumindest nicht zweifelsfrei.

Beispiele für Werbungskosten

Im Bereich der nichtselbständigen Arbeit:

* Kosten für Fahrten von Wohn- zum Arbeitsort (Entfernungspauschale)
* Kosten der doppelten Haushaltführung
* Bewerbungskosten
* Kosten für Arbeits- und Dienstbekleidung. Es ist jedoch zu beachten, dass Ausgaben für die sog. bürgerliche Kleidung (normaler Anzug, Kostüm der Sekretärin) nichtabzugsfähige Kosten der privaten Lebensführung sind. Abzugsfähig ist nur die typische Berufskleidung (Robe des Richters, Kleidung des Schornsteinfegers, usw.). In letzterem Fall sind nicht nur die Anschaffungskosten, sondern auch die Auslagen für das Waschen, Reinigen und Schneidern Werbungskosten des Arbeitnehmers.
* Kosten für Arbeitsmittel (Fachliteratur, Werkzeuge, Bürobedarf)
* Kosten für ein Arbeitszimmer
* Beiträge zu Berufsständen und Berufsverbänden (Gewerkschaftsbeitrag)
* Prozesskosten beim Arbeitsgericht
* die berufliche Haftpflichtversicherung
* Kontoführungsgebühren in pauschalierter Höhe (max. 16 € je Jahr)

Im Bereich der Kapitaleinkünfte:

* Depotführungskosten

Im Bereich der Vermietungseinkünfte:

* Schuldzinsen
* Abschreibungen auf die Herstell- oder Anschaffungskosten des Objektes
* Grundsteuer, Gebäudeversicherungen

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Werbungskosten

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